Jeder verbindet mit dem herannahenden Weihnachtsfest andere Assoziationen. Aber mal ehrlich: Freuen wir uns darauf, dass der Herr in seiner Herrlichkeit wiederkommt? Diese Ebene der vorausblickenden sehnsuchtsvollen Huldigung, die das durchgezogene Thema des Adventshymnus "Conditor alme siderum" ist, gehört wohl eher nicht dazu. Wie weit haben wir uns da vom eigentlichen Sinn dieses Festes entfernt? Da dieses Jahr so anders ist, dadurch aber viel mehr noch auf die Essenz von Weihnachten fokussiert, lag es nahe, sich einmal mit dieser Dimension des Festes zu befassen, die auch im rückwärts gelesenen Akrostichon der O - Antiphonen aufscheint: ERO CRAS - Morgen werde ich sein! Dieses Morgen ist die Heilige Nacht, der achte Tag und damit Tag der Vollendung der Schöpfung. Draußen tobt sich ein Virus aus, rafft Menschen dahin, mehr als jede andere Erkrankung an die wir uns erinnern können. Wissen wir, wann unser Morgen sein wird? Als Getaufte ist diese Frage die eigentlich wichtigs...
Verborgenes zu erforschen, in eine Welt vorzudringen, die Geheimnisse birgt, ist auf wunderbare Weise spannend, herausfordernd und schön. Dabei kann der Blick mal nach vorn und mal nach hinten gehen. Als Ordenschrist geht mein Blick nach vorn, suchend und forschend in der Welt nach Anzeichen und Momenten der künftigen. Als Bewohnerin eines ganz konkreten Klosters geht mein Blick auch zurück, dieses unbekannte Land nach den Fußstapfen monastischer Vorfahren zu erkunden: Helfta
