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Dem Starken...

Dem Starken, (vor) dessen Macht jedes Knie gebeugt wird... 

Das hier genannte Zitat vom Beugen der Knie entstammt zunächst nicht dem Philipperhymnus, wie man denken könnte. Die Wortgruppe ist dem Jesajabuch entnommen (Jes 45,23), wo es u.a. im Folgesatz (Jes 45,24) auch heißt: Nur beim HERRN - sagt man von mir - sind Heilstaten und Stärke.

Mit der Eroberung Babylons endete die Exilszeit für das Volk Israel, konnte ein neuer Tempel errichtet werden. Im Kapitel 45 des Jesajabuches wird der Perserkönig Kyros sogar als Gesalbter des des HERRN bezeichnet. Seine Herrschaft bringt dem Volk Israel neue Freiheit. Das Kapitel gipfelt im großen Bekenntnis der Allmacht Jahwes, dem sich alle Völker, die Knie beugend, unterwerfen, dem, der der Retter seines Volkes ist. Und: es ist ein huldigendes freudiges Unterwerfen unter die Macht des so unendlich Großen.

Es lohnt sich, dieses Kapitel einmal wieder zu lesen, in dem die Verhältnismäßigkeit zwischen Ton und Töpfer die Größenordnung beschreibt, in der ein Mensch sich vor Gott verstehen darf. 

Dort lesen wir auch den so sehnlichen Adventswunsch: Taut, ihr Himmel von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen! Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, sie lasse Gerechtigkeit sprießen (Jes 45, 8).

Möge auch uns das Heil werden in dieser Zeit, möge es sprießen und aufblühen.

 

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